Zivi Artikel Nr. 2
Ein weiterer Artikel über das Leben eines Zivildienstleistenden.
Inhalt:
1. Vorwort
2. Hintergrund
3. Tätigkeiten eines Zivildienstleistenden
3.1. Ein normaler Arbeitstag
3.2. „Das Seminar“
4. Erscheinungsbild eines Zivis
5. Bezüge
6. Interessante Fakten
1. Vorwort
Zivildienstleistende (im Folgenden auch Zivis genannt) bilden eine eigene, sehr merkwürdige Gattung der menschlichen Erscheinungsform. Sie entstehen meist aus männlichen Jugendlichen, die gerade ihre Volljährigkeit erreicht haben. Diese Verwandlung geschieht in der Regel freiwillig, um einer Verwandlung in einen Bund’ler zu entgehen. Die Lebensdauer
eines Zivis ist auf 9 Monate beschränkt. Danach wird die Verwandlung rückgängig gemacht und das Leben der Person geht so weiter, wie es vor der Verwandlung aufgehört hat.
2. Hintergrund
Zivis sind nicht wie andere Lebensformen einfach aus dem Nichts enstanden. Ein langer Entstehungsprozess sorgte dafür, dass sich diese Art von Leben bilden konnte. Die Wandlung ein einen Zivi ist ein natürlicher, evolutionärer Vorgang, der das Leben der jeweiligen Person vereinfachen und vor schlimmerem bewahren soll. Natürlich nur Gesetz dem Fall, die Wandlung zu einen Zivi funktioniert ohne Zwischenfälle und der Prozess endet nicht mit der Mutation in einen Zuvieldienstleistenden (s.u.).
3. Tätigkeiten eines Zivis
Die Aufgaben eines Zivis erfordern seine komplette Aufmerksamkeit und Energie; sie lauten wie folgt:
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Faullenzen
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Auf Partys gehen
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Bier trinken (oder ähnliche alkoholische Getränke)
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Schöne Frauen aufreißen
Je nach Art der Dienststelle und den sadistischen Bedürfnissen des Chefs werden Zivis auch manchmal zu richtiger Arbeit gezwungen. In solchen Fällen spricht man dann von Zuvieldienstleistenden, da sie der Aufgabe 1 nicht wirklich nachgehen und somit keine richtigen Zivis sein können. Diese spezielle Form findet man häufig in Jugendhäusern und Krankenhäusern vor.
3.1. Arbeitstag
Ein normaler Arbeitstag eines Zivis sieht wie folgt aus:
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frühstücken
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faullenzen (im Sommer draußen in der Sonne, im Winter vor dem Fernseher)
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Mittagessen
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Mittagspause
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wieder faullenzen, evtl. die Party für den Abend klar machen und ein paar hübsche Frauen klar machen
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Kaffeepause
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dem Chef aus dem Weg gehen und erneut sinnlos irgendwo rumliegen
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Feierabend
3.2. „Das Seminar“
Einmal in seinem 9-monatigen Leben muss ein Zivi ein einwöchiges sog. Einführungsseminar besuchen. Dieses Einführungsseminar findet allerdings erst viele Monate nach Beginn des Zivildienstes an, weshalb sein Name nicht wirklich das beinhaltet, was man zunächst erwarten würde. Während dem Seminar trifft sich der Zivildienstleistende mit vielen Artgenossen, um zusammen Aufgabe 2 und 3 zu erfüllen. Darüber hinaus sitzt er aber auch ein einem Unterrichtsraum und muss sich Vorträge zu verschiedenen Themen anhören. Dies dient allerdings nur dazu, dass der Zivi den Alkohol vom Vorabend in Ruhe abbauen kann um für den kommenden Abend für die Aufgaben 2 und 3 wieder voll bereit zu ein.
4. Erscheinungsbild der Zivis
Für Zivis gibt es keine Kleidervorschrift. Im Gegensatz zu den Bund’lern müssen sie nicht den ganzen Tag in Uniformen rumlaufen, wobei Zivis sowieso mehr sitzen oder liegen, als dass die laufen. Es sei denn, die müssen mal auf Toilette oder das Bier ist leer.
5. Bezüge
Zivis bekommen während ihrer 9 Monate eine Art Entschädigungszahlung (auch Sold genannt) für die Zeit, in deren sie ihrer Freiheit beraubt wurden. Dieser Sold darf jedoch keinesfalls als Verpflichtung angesehen werden, wirklich zu arbeiten, denn ein Zivildienstleistender wird nicht bezahlt. Weiterhin bekommt ein Zivi jede Mahlzeit am Tag kostenlos zur Verfügung gestellt (d.h. Frühstück, zweites Frühstück, Brunch, Mittagessen, Kaffe und Kuchen, Abendessen und Nachtmahl) bzw. er bekommt Essensgeld ausgezahlt, manchmal auch beides.
6. Interessante Fakten
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Ein Zivi bekommt in der Regel mehr Geld als ein Bund’ler, allerdings immer noch weniger als ein Hartz IV Empfänger
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Wenn ein Zivi in seinem Urlaub nackt am Strand liegt, bekommt er dafür Kleidergeld
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Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht.
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