Testbericht MSI PR211
Wie in meinem letzten Beitrag schon erwähnt, bin ich (bzw. war ich) Besitzer des Notebooks PR211 von MSI.
1. Zunächst einmal die technischen Daten:
Prozessor: AMD Turion 64 X2 ZM-80 (2,1 GHz)
Arbeitsspeicher: 2048MB DDR2-667
Display: 12,1 Zoll, 16:10 Widescreen, Glare Typ
Grafik: onbaord HD3200
Festplatte: 250 GB (5400 U/min)
Netzwerk: Lan 1000 MBit/s, WLan (a/b/g/n-Draft), Bluetooth 2.0
Schnittstellen: 3 x USB 2.0, 1 x RJ-45, 1 x RJ-11, 1 x HDMI 1 x VGA, 1 x Line-Out, 1 x Mikrofon, 1 x Expresscard 34
Zusätzlich: Fingerabdruck Sensor
Akku: Li-Ion (8 Zellen)
Abmessungen (BxHxT): 303 mm x 30 mm x 232 mm
Gewicht: ca. 2Kg
Betriebssystem: Windows Vista Home Premium
Preis: 700 Euro
2. Grund für den Kauf
Ich wollte ein mobiles Notebook, welches nicht allzu schwer in der Tasche auffällt und eine gute Akkulaufzeit hat. Es sollte auch gut verarbeitet sein, damit es nicht gleich in seine Einzelteile zerfällt. Als Besitzer eines 15,4 Zoll Notebooks entschied ich mich also, mir zusätzlich ein kleines 12,1 Zoll Notebook zuzulegen. Da die Auswahl recht groß war, fiel mir die Entscheidung nicht gerade leicht. Also setzte ich mir noch eine zusätzliche Bedingung: Der Preis sollte max. um die 700 Euro liegen. Zwar kamen jetzt nicht mehr so viele Modelle in Frage, dennoch blieben einige übrig. Ich entschied mich letztendlich für das MSI PR211, da ich mir von der AMD stromsparenden PUMA-Technologie eine lange Akkulaufzeit versprach und die Ausstattung sehr vielversprechend wirkte.
3. Verarbeitung
Hier gibt es nichts zu beanstanden. Sehr robust und fest. Der Deckel lässt sich leicht mit einer Hand öffnen und macht einen stabilen Eindruck. Der Akku zeigt zwar leicht hinten raus (ist bei Subnotebooks oft der Fall), sitzt aber fest und wackelt nicht – wirkt keinesfalls störend. Hier hat MSI volle Arbeit geleistet. Ingesamt hat das Notebook etwas die Größe eines Din A4 Blattes. Die Tastatur und das Touchpad lassen sich gut bedienen. Einzig die Buttons unter dem Touchpad sind meiner Meinung nach etwas schwergängig, da muss man sich schon dran gewöhnen, damit es einen nicht stört. Die Tastatur macht seine Sache gut, die Tasten haben einen klaren Druckpunkt und sind auch nicht zu laut beim tippen.
4. Leistung
Bei der Leistung war ich zunächst etwas skeptisch. AMD Prozessoren haben hier nicht den besten Ruf. Bei einem 12 Zoll Subnotebook erwartet man aber auch keine Highendleistung. An einem solchen Gerät wird man sicherlich nicht spielen oder 12 Megapixel Bilder bearbeiten wollen. Im Vordergrund stehen Office und Internet Anwendungen. Hier schlägt sich der AMD Prozessor mit seinen 2×2,1 GHz ordentlich. Alles läuft flüssig und Anwendungen starten schnell. Vista läuft gut. Da merkt man zu aktuellen Intel Prozessoren keinen Unterschied. Erst wenn anspruchsvolle Anwendungen gestartet werden, merkt man schon, dass hier der AMD etwas zu kämpfen hat. Solche Programme nutzt man aber in der Regel nur selten und wenn, dann machen einem ein paar Sekunden mehr auch nichts aus, die man länger warten muss. Zur Grafikleistung kann ich nicht viel sagen. Die onboard-Grafiklösung dient zur Wiedergabe von Filmen. Mehr braucht man auch nicht. Das ein oder andere ältere Spiel lässt sich zwar spielen, aber richtig Spaß macht es an einem 12 Zoll Notebook dann doch nicht. Es ist nunmal in erster Linie ein Office Notebook.
5. Display und Mobilität
Ich weiß nicht, was so viele Hersteller dazu bewegt, in ein mobiles Office Notebook ein spiegelndes Display zu verbauen. Zwar sind die Kontraste und die Farbintensität deutlich besser als bei einem matten Display, aber wen interessiert das bei dem Schreiben eines Textes oder während des Surfens im Internet? Wenn ich mir ein mobiles Notebook kaufe, will ich es auch mal draußen im Freien benutzen, wenn ich dann aber nur mich selbst im Spiegel sehe, nützen mir auch die schönsten Farben nichts mehr. In der Praxis macht das MSI auch hier eine bessere Figur, als zunächst vermutet. Die Spiegelungen sind nicht so stark wie vergleichweise bei meinem Samsung R70, obwohl das Display ebenfalls von der Marke Samsung ist. Auch im Freien lässt sich noch gut etwas erkennen. Zwar spiegelt es etwas, aber wenn man nicht direkt in der Sonne sitzt, lässt sich mit dem Display gut arbeiten. Die Helligkeit ist auch ok. In Räumen gibt es nichts zu beanstanden.
Kommen wir nun zu dem wichtigsten Punkt, wenn es um mobile Subnotebooks geht: Die Akkulaufzeit. Das Notebook hat extra einen Stromsparknopf, der das Gerät in einen Energiesparmodus versetzt, genannt ECO. In diesem Modus taktet der Prozessor herunter und verbraucht so deutlich weniger Strom als im normalen Betrieb. Das merkt man allerdings auch stark an der Leistung. Hier sollte man sich wirklich nur auf einfache Office Anwendungen beschränken. Schon das Entpacken eines etwas größeren Archives oder die Installation eines Programmes erzeugen schnell eine CPU-Auslastung von 100%. Programme wie Word, Internet Explorer, Winamp etc. laufen aber trotzdem noch flüssig. Hier reicht die CPU Leistung völlig aus. Auch mit Vista lässt sich noch gut arbeiten. Im Energiesparmodus kommt man so auf 4 Stunden Laufzeit. Das ist zwar nicht die Welt, aber dennoch ein guter Wert.
6. Lautstärke und Wärmeentwicklung
Hier macht das MSI PR211 alles andere als eine gute Figur. Der Lüfter läuft permanent und ist auch deutlich wahrnehmbar. Auch wenn der Prozessor nichts zu tun hat, dreht der Lüfter weiterhin fleißig seine Runden. Bei Büroarbeiten kann dies stören. Für den Einsatz in ruhigen Gebieten (z.b. Bibliothek) ist er also nicht geeignet. Wenn man allerdings schon laute Lüfter von Grafikkarten in Desktop PC gewöhnt ist, kann man dies vielleicht verkraften. Ich bin jedoch von meinem leisen Samsung etwas anderes gewöhnt. Wenn die CPU dann noch etwas zu tun hat (Installation von Programmen etc.) dreht der Lüfter noch einmal eine Stufe höher, das macht aber eigentlich jeder Lüfter und kann noch akzeptiert werden. Aber wenn der Lüfter auch im Idle Modus zu hören ist, kann er schon nerven. Und genau deswegen habe ich auch von meinem Widerrufsrecht Gebrauch gemacht und das Notebook zurückgeschickt.
Der Lüfter hat natürlich den Effekt, dass das Notebook immer kühl bleibt. Weder auf der Ober- noch auf der Unterseite wird er zu warm. So lässt sich das Notebook wunderbar auf den Schoß legen und man braucht keine Verbrennungen zu befürchten. Hier machen z.b. Notebooks wie das Samsung R70 eine schlechtere Figur. Bei diesem fängt der Lüfter nur selten an zu laufen, dafür wird das Notebook aber recht warm und auf wirkt dem Schoß unangenehm. Im Winter wird man da zwar anders drüber denken, aber es ist ja nicht immer nur Winter.
7. Sonstiges
Zu erwähnen wären noch die Sicherheits-Features des MSI PR211. Ein Fingerabdruck-Scanner und ein vorinstallierter Datensafe schützen sensible Daten vor dem Einblick Dritter. Der Fingerabdruck-Scanner hilft zudem beim Anmelden am System und man erspart sich somit die Eingabe des Passworts.
8. Fazit
Im Großen und Ganzen war ich mit Notebook sehr zufrieden, was Leistung, Verarbeitung und Ausstattung angeht. Es war mobil und sehr gut verarbeitet. Dennoch konnte ich mich aufgrund des lauten Lüfters nicht mit dem Notebook anfreunden. Als Student hatte ich vor, das Notebook auch mal mit in die Uni zu nehmen und mich in die Bibiothek zu setzen. Das kann ich aber bei der Geräuschkulisse vergessen. Wenn MSI das noch in den Griff bekommen würde, hätten sie ein perfektes Notebook geschaffen, welches zudem noch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat. So musste ich das Notebook leider zurückschicken und den Umtausch gegen ein alternatives Produkt veranlassen.
Wie der Umtausch verlaufen ist und für welches neue Gerät ich mich entschieden habe, werde ich hier ebenfalls bei gegebenen Anlass schildern. Gerade im Hinblick auf den Service des Onlineshop’s, bei welchem ich das Notebook gekauft hatte.
1 Kommentar zu »Testbericht MSI PR211«
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[...] von diversen Testberichten in die Irre führen lassen. Und so schickte ich das MSI PR211 Notebook (mehr dazu hier…) [...]