Das Ende der Demokratie?!
Unter dem gleichen obengenannten Titel ist die 3. Ausgabe der Zeitungszeugen erschienen. Allerdings schmückt das Titelblatt ein großes rotes “Zensiert” und die Ausgabe bleibt ohne Inhalt. So wird man auch ohne nachgedruckte Zeitung zwangsweise in das Jahr 1933 katapultiert. Denn treffender als mit dieser Aktion hätte man die aktuelle Lage nicht beschreiben können.
Man könnte meinen, die Weimarer Republik existiere immer noch. Denn was las man damals in den Zeitungen? Themen wie Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit und soziale Ungerechtigkeit waren auf der Titelseite. Wenn man heute eine X-beliebige Zeitung aufschlägt, trifft man auf genau dieselben Themen. So kann man auch getrost statt der Zeitungszeugen die Frankfurter Allgemeine aufschlagen. Obwohl sich Geschichte nicht wiederholt, scheinen manche Begebenheiten wohl immer wieder zu kommen. Nun bleibt allerdings die Frage, ob wir aus den Fehlern von damals lernen können oder ob wir wieder blind ins das gleiche Unheil rennen.
Denn das, was 1933 passierte, dürfte wohl jedem bekannt sein. Eine Partei übernahm die Macht und unterdrückte alle anderen politischen Gruppen. Freiheit und Persönlichkeitsrechte wurden nach und nach zum Schutze des Staates eingeschränkt und die Demokratie existierte nur noch auf dem Papier.
Mal einen kurzen Blick in die Gegenwart: Zeitungen werden zensiert, Rechte der Bürger eingeschränkt, die Weltwirtschaftskrise greift um sich, die soziale Unterschicht wächst von Tag zu Tag und Unzufriedenheit breitet sich aus. So gesehen, sitzen wir auf auf einem Pulverfass, das dem von 1933 sehr ähnelt. Nur scheinen diesmal die Rollen gewechselt zu haben. Der Linksradikalismus wurde salonfähig und wird von dem größten Teil der Bevölkerung ohne Widerworte tolieriert. Unter der Flagge des Antifaschmismus wird alles, was sich nicht dem Marxismus verschrieben hat, gleich verteufelt und öffentlich angeprangert.
Und da wundert es dann auch keinen mehr, wenn selbst der Druck von historischen Dokumenten zensiert wird und gar verboten werden soll. Da sollte man sich wirklich mal Gedanken machen, wer hier eine Gefahr für die Demokratie darstellt – der Abdruck von irgendwelchen Dokumenten, die in jeder gut sortierten Bibiothek sowieso zu finden sind, stellen wohl die kleinste Gefahr dar. Was man durch Verbote erreicht, sieht man sehr deutlich an dem Verkaufsverbot von “Mein Kampf”. Der Staat Bayern, der die Urheberrecht dieses Buches für sich beansprucht, hat damit lediglich erreicht, dass die Nachfrage umso größer ist. In Zeiten des Internets ist es für jeden, der in er Lage ist, eine Suchmachine zu benutzen, frei zugänglich und kann kostenlos gelesen werden. Damit macht ein Verbot – objektiv gesehen – wenig Sinn. Dasselbe passiert gerade mit den Zeitungszeugen. Die ganzen Verbotsrufe und Hetzereien haben die Zeitungszeugen doch erst richtig attraktiv gemacht. Eine Bessere Werbung kann es für diese Sammeledition nicht geben.
Nach 60 Jahren Bundesrepublik sollten wir uns langsam mal fragen,wieviel von der ursprünglichen Demokratie noch übrig ist…es gleicht einem Kreuzfahrtschiff, das mit gehisster roter Flagge geradewegs auf einen Eisberg zu steuert.
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Gegen die Regierung mit allen Mitteln zu kämpfen ist ja ein Grundrecht und Sport eines jeden Deutschen.
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