Demokratie braucht Bildung
Weltweit gehen zur Zeit Studenten auf die Straße und besetzen die Universitäten. Sie protestieren gegen das morode Bildungssystem und die gescheiterte Bachelor/Master-Umstelltung. Nachdem schon im Sommer dieses Jahres zehntausende Schüler/Studenten auf die Straße gegangen sind und für ihr Recht auf Bildung demonstriert haben, haben auch heute am 17.11 wieder in vielen deutschen Städten Studenten demonstrativ ihren Frust über die momentanen Verhältnisse zum Ausdruck gebracht (mehr dazu gibt es u.a. hier).
Zeit vielen Jahren werden von der Regierung Versprechungen gemacht, etwas zu unternehmen, doch ist – bis jetzt – kein einziger Cent zusätzlich ausgegeben worden. Sei es Turbo-Abitur, Bachelor/Master- Umstellung, das Ziel ist Wissen ohne Bildung. Doch ohne Bildung kann es keine Meinungsbildung und damit auch keine Demokratie geben. Werden zwar schon jetzt die Meinungsfreiheit vereinzelt angegriffen und Themen tabuisiert (wie z.b. kürzlich der Fall Thilo Sarrazin zeigte), so ist ein Erhalt/Wiederherstellung Streitkultur unabdingbar. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer sollten wir gerade jetzt nicht vergessen, wohin es führt, Meinungen um jeden Preis öffentlich unterdrücken zu wollen.
Das Land der Dichter und Denker wird immer mehr zu einem Land der Auswendiglerner und Nachplappler. So fordern zurecht Studenten an deutschen Unis, dass die Uni ein Ort der Kreativität und Genialität bleiben soll. Denn wo sonst, wird die Zukunft dieses Landes so sehr bestimmt wie an den Universitäten.
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